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Tipps zur Baumpflege

Regelmässige Baumpflege verhindert Kosten

Oftmals begleiten Bäume den Hausbesitzer ein Leben lang und bereiten ihm viel Freude – vorausgesetzt, sie werden richtig gepflegt. 

Bäume benötigen regelmässig gezielte Pflege. So werden nicht nur ein gesundes Wachstum und ein natürlicher Aufbau gefördert, sondern auch Fehlentwicklungen und Krankheiten vermieden. Werden Bäume nicht fachgerecht gepflegt, können sie eine Gefahr für Gebäude und ihre Umgebung darstellen. Von Natur aus wachsen Bäume gestaltoptimiert und sind stabil. Durch Fremdeinwirkungen oder ungünstige Standortbedingungen können sich Fehlentwicklungen und Krankheiten einstellen, die den Baum schwächen. Stehen Bäume zum Beispiel zu nahe an einem Gebäude oder sind sie massiv hochgewachsen, besteht eine potenzielle Gefahr für Fehlentwicklungen. Auch Krankheiten wie Pilze oder Schädlinge können die Gesundheit und Standfestigkeit von Bäumen gefährden.

Mit dem korrekten Unterhalt von Bäumen im Siedlungsgebiet wird die nachhaltige Pflege sichergestellt. Dies dient zusätzlich der Prävention von Schäden durch herabstürzende Äste und umstürzende Bäume. Für den korrekten Unterhalt ist ein fundiertes Fachwissen in Kombination mit der korrekten Ausführung erforderlich. Daher empfiehlt es sich, bei Auffälligkeiten einen Baumpflegespezialisten beizuziehen. Idealerweise untersucht dieser alle zwei bis vier Jahre den gesamten Baumbestand. Ausgewiesene Baumpflegefirmen verfügen über diese Kompetenzen und bieten gern ihre Unterstützung an.

Kleinere abgestorbene Äste kann die Hauseigentümerschaft selbst entfernen. Aber Achtung, erfolgt die Kappung an der falschen Stelle kann der Baum grundlegend geschädigt werden. 

Trotz gezielter Pflege können Elementarereignisse für Bäume eine Herausforderung werden und lassen auch gesunde Bäume zum potenziellen Gefahrenherd werden. Sturmböen, hohe Windgeschwindigkeiten, Blitzschläge oder hohe Schneelasten können Bäume nur bedingt oder gar nicht standhalten.

Tipps

  • Bei einer Kappung an der falschen Stelle können Bäume grundlegend geschädigt werden
  • Kleinere abgestorbene Äste können Sie selbst entfernen. Aber Achtung: Absturzgefahr!

Versiche­rung

Schäden am Gebäude, die in Folge von Ereignissen von aussergewöhnlicher Heftigkeit entstehen, sind grundsätzlich mit der obligatorischen Gebäudeversicherung der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung abgedeckt. Schäden auf dem Grundstück, also im Garten, sind mit der obligatorischen Grundstückversicherung versichert.  Kosten für den ordentlichen Unterhalt – und dazu gehört auch die Baumpflege - werden nicht von der Gebäudeversicherung bezahlt und liegen in der Verantwortung der Hauseigentümerschaft. Es lohnt sich aber, nicht nur Bäume regelmässig zu kontrollieren, sondern auch die Rechnungen für deren Kontrolle, Pflege und Unterhalt aufzubewahren. Diese können bei einem möglichen Schadensfall als Beleg dienen, dass ein ordentlicher Unterhalt geführt wurde.
Eine nachhaltige Baumpflege lohnt sich also nicht nur für den Baum, sondern auch für die Eigentümerschaft.

Schaden­beispiele

Diese Symptome deuten auf Schwachstellen an Bäumen hin

Sind an einem Baum derartige Hinweise erkennbar, sollte dieser von einem ausgewiesenen Baumpflegespezialisten kontrolliert werden. Um die Sicherheit wiederherzustellen, kann dieser die notwendigen Massnahmen festlegen und ausführen.

Schadstellen an Wurzeln

Sind die Starkwurzeln von Wurzelfäule betroffen, steigt die Gefahr von Windwurf (Sturz des Baumes inkl. Wurzelwerk).

Schadstellen an der Stammbasis

Holzverletzungen stellen Eintrittspforten für holzersetzende Pilze dar. An der Stammbasis und an Wurzelanläufen können sie zu Stockbruch führen.

Pilzfruchtkörper

Wachsen Fruchtkörper eines Pilzes aus dem Holz, liegt eine Holzfäule vor. Im Bereich der Holzzersetzung ist die Bruchgefahr oft erhöht.

V-Gabel

Eine markante Rippe unterhalb der Gabel ist ein Indiz für eingeschlossene Rinde und erhöhte Bruchgefahr.

Schadstellen an der Astbasis

Die Astanbindung ist enormen mechanischen Kräften ausgesetzt. Grosse Verletzungen in diesem Bereich erhöhen die Gefahr von Astausbrüchen.

Gekrümmte Starkäste

Werden gekrümmte Äste durch Wind- oder Schneelast aufgebogen, können sie aufspalten. Quer durchgerissen ist die Bruchgefahr stark erhöht.

Alte Schnittstellen

Ersatztriebe für entfernte Kronenteile sind mit dem tragenden Ast nur schwach verwachsen und deshalb ausbruchgefährdet.

Weiteres

Die nachfolgende Tabelle zeigt auf, welche Einwirkungen (Naturgefahren) auf Bäume grundsätzlich möglich sind und wie sie durch die jeweilige Versicherung gedeckt werden.  

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um eine Sachversicherung handelt und jeweils Schäden am versicherten Objekt vergütet werden. Zu Haftungs- und Verpflichtungsfragen kann die Gebäudeversicherung nicht Stellung nehmen.  

Wichtig zu wissen:

  • Bäume regelmässig kontrollieren
  • Bei Auffälligkeiten einen Experten beiziehen
  • Rechnungen für Pflege und Unterhalt aufbewahren
  • Im Schadenfall BGV kontaktieren (www.bgv.ch/schadenformular)

Der Inhalt dieser Seite entstand in Zusammenarbeit mit dem Bund Schweizer Baumpflege und der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung.  

www.baumpflege-schweiz.ch
www.bgv.ch