Menü

Häufig gestellte Fragen zum Brandschutz

Einblenden aller Antworten
Ausblenden aller Antworten
  • Welche Brandschutzvorschriften sind im Kanton Basel-Landschaft verbindlich?

    • Seit dem 1. Januar 2015 sind die Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF, Ausgabe 2015, rechtskräftig. Diese bestehen aus der Brandschutznorm, den Brandschutzrichtlinien, den Brandschutzerläuterungen und den Brandschutzarbeitshilfen.  
    • Die gesamtschweizerisch verbindlichen Normen können beim VKF bezogen werden.
  • Werden beim Baugesuchsverfahren auch Brandschutzauflagen erhoben?

    Die Baugesuche werden dem Brandschutz-Inspektorat durch das Bauinspektorat zugestellt und entsprechend brandschutztechnisch beurteilt. Die Brandschutzauflagen sind für Gewerbe- und Industriebetriebe, Hotels, Heime etc. als Anhang in den Entscheiden des Arbeitsinspektorates (KIGA) enthalten. Für Wohnbauten, Landwirtschaft, Feuerungsanlagen etc. werden diese in den Baubewilligungen aufgeführt.

  • Wo sind Informationen und Beratungen in brandschutztechnischer Hinsicht erhältlich?

    Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung misst den Brandschutz-technischen Beratungen und Informationen eine sehr grosse Bedeutung bei. Vor Einreichung von Baugesuchen für grössere Bauten lohnt es sich, das Projekt mit dem Brandschutz-Inspektorat zu besprechen, damit die Brandschutzmassnahmen direkt in die Pläne einfliessen. Dadurch wird das Baugesuchsverfahren beschleunigt, da es in der Regel zu keinen weiteren Planbereinigungen kommt.

  • Gibt es in den neuen Brandschutzvorschriften wesentliche Änderungen betreffend die wärmetechnischen Anlagen?

    Neu wird nur noch die Bezeichnung "Abgasanlagen" statt "Kamine" verwendet. Für Abgasanlagen dürfen, in Bauten, deren Baugesuche nach dem 1. Januar 2015 eingereicht wurden, nur geprüfte und nach EN 1433 zugelassene Fabrikate verwendet werden. Im Weitern müssen Abgasanlagen in Einfamilienhäusern und eingeschossigen Bauten einen Feuerwiderstand von EI 30 nbb (F 30) aufweisen oder entsprechend ummauert sein.

  • Was für Brandschutztüren können verwendet werden?

    Für Türen mit Feuerwiderstand EI 30 (ehemals T 30) und EI 60 (T 60) dürfen nur geprüfte, zertifizierte und von der VKF für die jeweilige Einbausituation und Grösse zugelassene Konstruktionen (Türblatt und Zarge als Ganzes) verwendet werden. Die sogenannte BVD-Türe ist nicht mehr zulässig.

  • Wie gross müssen die Sicherheitsabstände zwischen Abgasanlagen und brennbaren Gebäudeteilen sein?

    Die Sicherheitsabstände sind neu variabel und in den Typenschildern der nach EN 1433 klassierten Abgasanlagen aufgeführt. Es dürfen nur noch Abgasanlagen verwendet werden, welche die Zulassung mit den entsprechenden Klassierungen aufweisen. Es ist also wichtig, dass vor Beginn der Arbeiten an Abgasanlagen die Typenschilder auf den Baustellen vorhanden sind.

  • Müssen Abgas- und Feuerungsanlagen vor Inbetriebnahme überprüft und abgenommen werden?

    Ja, durch die zuständigen Kreis-Kaminfegermeister. Die Abnahmen der Anlagen müssen im Rohbau erfolgen. Die Meldungen an die Kaminfegermeister sind rechtzeitig vorzunehmen. Bei den Abgasanlagen müssen die Typenschilder gemäss EN 1433 auf den Baustellen vorhanden sein. Die Abnahmen erfolgen für die Kundschaft kostenlos.

Seite drucken
Informationen, Formulare, Downloads zur klassischen Ansicht wechseln