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Fettbrand

Wie werden brennende Speisefette/Speiseöle richtig gelöscht?

Hat sich Öl über den Flammpunkt erhitzt, beginnt es in der Nähe der Zündtemperatur sehr stark zu qualmen. Kurz nach Überschreiten der Zündtemperatur, entzündet sich das Öl spontan. Bis zu diesem Punkt wäre das Vorgehen noch einfach. Herdplatte ausschalten, einen Deckel auf Topf oder Pfanne setzen, und der allfällige Brand erstickt in Kürze. Nur das Kochgeschirr wäre beschädigt. Im Idealfall haben Sie den passenden Deckel oder eine Löschdecke bereit liegen.
Sicher und erfolgreich gelöscht werden können solche Brände mit speziellen Fettbrandlöschern. Bei den in diesen Löschern enthaltenen Löschmitteln wird durch Verseifung die brennende Flüssigkeit gelöscht und eine Sperrschicht über dem Öl oder Fett gebildet, hierdurch wird die Aufnahme von Sauerstoff unterbunden, zugleich kühlt das Löschmittel die brennende Flüssigkeit unter die Zündtemperatur herunter und verhindert somit ein erneutes Aufflammen des Brandes.
Dabei gilt immer der Grundsatz: Alarmieren – Retten – Löschen

  1. Alarmieren der Feuerwehr über Notruf 112.
  2. Machen sie Mitbewohner/Nachbar auf das Ereignis aufmerksam und veranlassen sie zum Verlassen des Gebäudes. 
  3. Erst jetzt sollten Löschversuche unternommen werden.

Brandklassen

Früher wurden Brände von Speisefetten/-ölen der Brandklasse B zugeordnet, jedoch werden sie wegen ihrer besonderen Gefahren und Eigenheiten seit Januar 2005 in der neuen, eigens geschaffenen Brandklasse F geführt. Die Brandklasse F betrifft Brände von Speiseölen/-fetten (pflanzliche oder tierische Öle und Fette) in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen.
Eigens für die Bekämpfung von brennendem Frittieröl, Speisefett oder Speiseöl entwickelt und für diesen Verwendungszweck geprüft, sind diese Feuerlöscher der Brandklasse F besonders geeignet für den Einsatz in Wohnbereichen, Hotel-, Gaststätten- und Grossküchen, Fleischereien, Fast-Food-Betrieben, Kantinen, Bäckereien und Imbissständen.

 

  • Flammpunkt: Der Flammpunkt ist diejenige Temperatur, bei der sich durch Verdampfung gerade so viele brennbare Dämpfe an der Stoffoberfläche entwickeln, dass diese beim Annähern einer Zündquelle kurzzeitig eine Flamme bilden.
  • Brennpunkt: Der Brennpunkt gibt jene Temperatur eines Brennstoffes an, bei der die Menge der ausgasenden brennbaren Dämpfe so gross ist, dass beim Annähern einer Zündquelle eine dauernde Verbrennung mit Flammenbildung aufrechterhalten bleibt.
  • Zündpunkt: Beim Zündpunkt handelt es sich um den Temperaturwert, bei dem die Selbstentzündung eines Stoffes stattfindet.
  • Explosion: Eine Explosion ist die rasche Verbrennung eines in geeigneter Form vorliegenden Brennstoffes in der Luft. (z.B. Gase, Dämpfe, Nebel, Stäube)
  • Siedepunkt: Als Siedepunkt bezeichnet man die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit siedet (kocht) also in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht. Die Siedetemperatur ist neben den Materialeigenschaften auch von Druck abhängig. Unter Normalbedingungen, also Normaldruck auf Meereshöhe, liegt der Siedepunkt von reinem Wasser bei 100°C.
  • Brandklassen: Als Brandklassen bezeichnet man eine Klassifizierung der Brände nach ihrem brennbaren Stoff. Diese Klassifikation ist vorwiegend notwendig, um die richtige Auswahl entsprechender Löschmittel durch die Feuerwehr zu treffen.

 

Man unterscheidet folgende Brandklassen:

Brandklasse A

Für feste Stoffe (z.B. Holz, Papier, Kohle, Kunststoffe)

Brandklasse B

Für flüssige oder flüssig werdende Stoffe (z.B. Benzin, Alkohol, Teer, Wachs)

Brandklasse C

Für gasförmige Stoffe (z.B. Erd-, Propangas, Wasserstoff, Acetylen)

Brandklasse D

Für Brände von Metallen (z.B. Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium)

Brandklasse F

Für Brände von Speiseölen/-fetten

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