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Gefährdung der Mehlschwalbe

Die Mehlschwalben bauen ihre kugelförmigen Nester ursprünglich aus lehmigem Baumaterial und kleben diese unter die Hausdächer. Sie leben in Kolonien und sind sehr Standorttreu.

Doch diese Bau- und Lebensweise wird den Mehlschwalben leider mehr und mehr verunmöglicht. Somit verschlechtern sich deren Lebensbedingungen deutlich. Ein Grund dafür ist die bauliche Angleichung von Dörfern an städtische Vorbilder.

So werden einerseits Vorplätze und Wege heute meist asphaltiert, weshalb die Mehlschwalben kaum mehr lehmiges Baumaterial finden. Andererseits haften die natürlich gebauten Nester nicht mehr an den modernen, glatten Fassaden. Und nicht zuletzt hinterlassen die Mehlschwalben, trotz anbringen von Kotbrettern, ihre Spuren an den Fassaden, was viele Hausbesitzer nicht mehr tolerieren.

Aus diesen Gründen bestand dringender Handlungsbedarf, damit die Mehlschwalben nicht für immer aus dem Baselbiet verschwinden!

Denn als Insektenjäger sind die Mehlschwalben für uns Menschen sehr nützlich – ein Brutpaar vertilgt während der Brut ihrer durchschnittlich sechs Jungen rund 200‘000 Insekten. Hochgerechnet auf eine Kolonie eine stattliche Zahl!

Ein Schwalbenhaus beherbergt bis zu 50 Mehlschwalbenfamilien unter einem geschützten Dach. Damit konnte beiden geholfen werden, den Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern sowie den Mehlschwalben.

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